Die Geschichte zu unserer Mühle

Der Alte Fritz hieß sie alle herzlich willkommen im Brandenburger Land, der preußischen Streusandbüche. und sie kamen, die französischen Hugenotten mit ihren feinen Tuchmanufaktoren, die Salzburger Meister der Viehwirtschaft und die holländischen Calvinisten mit ihren hervoragenden Kentnissen im Kanal- und Windmühlenbau. So war das ganze Land bald übersät Windmühlen mit massiven, steinernen Rundbau und drehbarer Dachhaube waren beliebt.

Denn dieser Mühlentüp, allgemein bekannt als "Holländer",ist geräumiger und bietet Platz für alle Arten von Mühlenwerken.

In einer solchen Holländermühle befinden wir uns.

Der Müller Eppert ließ si 1856 am Südrand von Friedersdorf bauen. Hier wurde Lein geschlagen und Brotgedreide gemahlen. Auch das dazugehörige Wohnhaus ist erhalten In demauch ausBruchgestein errichteten Wohngebäude,das an den heutigen Parkplatza angrenzt,lebten in den nachfolgenden 49 Jahren allein sechs verschiedene Müllerfamilien. 1869 brachte die Gewerbeordnung in Deutschland die Gewerbefreiheit und damit großen Konkurrenzdruck für alle kleineren Mühlenunternehmer. Müller Krüger verewigte sich verzweifelt mit folgenden Vers in seinem "Holländer":

So leb, den wohl, du Klapperhaus

sagst manchen braven Müller aus,

du wirst es auch noch ferner tun,

denn eher gilt bei dir kein Ruh´n,"

Dazu kam, das die modernere Dampfmühle in Storkow und eine neue Elektromühle in Friedersdorf zuverlässiger als die vom Wind abhängige Holländermühle arbeitete.

Noch 1902 wurde ein komplett neues Räderwerk installiert. Aber als dann auch noch die Eisenbahngesellschaft, deren Strecke direkt am Grundstück vorbei läuft, auf Stilllegung wegen des Funkenflugs der Lockmotiven drängte, gab 1905 der letzte Müller auf.